Heizungstausch 2026 in Heidelberg jetzt sinnvoll?

Macht der Heizungstausch jetzt (2026) Sinn?

Ja, denn Abwarten kann teuer werden

 

Seit dem 21. Juli 2026 gelten neue Förderbedingungen für den Heizungstausch. Am 29. Juli 2026 trat zudem das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) in Kraft. Somit ist das alte Gebäudeenergiegesetz (GEG) Geschichte. Mit dem GModG kamen wieder Änderungen beim Heizungstausch. Welche Heizung lohnt sich künftig? Soll man sie jetzt oder später tauschen? Und gibt es weiterhin staatliche Förderungen dafür? Diese Fragen stellen sich viele.

 

1. Alte Heizungen laufen oft ineffizient und benötigen mehr Energie als nötig

Öl- und Gasanlagen, die älter als 15-20 Jahre sind, laufen sehr häufig nur noch mit einem Wirkungsgrad von 70-80 Prozent. Das hört sich erstmal nicht so schlimm an, aber unterm Strich kostet das richtig viel Geld und im Laufe der Jahre summieren sich die Kosten. Denn man steckt mehr Kilowattstunden an Öl/Gas rein, als tatsächlich in den Räumen ankommt.

Ein Beispiel: Bei einem Jahresverbrauch von 18.000 kWh an Wärme zahlt man aktuell (Frühjahr 2026), je nach Heizart und eingesetzter Heiztechnik zwischen ca. 1.600 € (effiziente neue Heizung) und ca. 2.400 € (ineffiziente alte Heizung). Das ist ein Unterschied von bis zu ca. 800 € pro Jahr an Heizkosten. Bei steigenden Kosten für Brennstoffe und CO₂-Abgaben ist davon auszugehen, dass der Unterschied von Jahr zu Jahr weiter wächst. Dazu müssen noch weitere Fragen beantwortet werden, wie etwa: wie sicher sind die Gasnetze in der Zukunft? Wie teuer werden grüne Brennstoffe werden?

Ineffiziente Heizungen kosten viel Geld

2. Geschwindigkeitsbonus mitnehmen

Aktuell erhält man bei einem Heizungstausch von der KfW noch einen sogenannten Geschwindigkeitsbonus von bis zu 16 Prozent (vorher 20%), wenn man eine noch funktionierende Heizung austauscht. Die Betonung liegt dabei auf noch funktionierend. Für den Austausch bestehender Öl-, Gas-, Kohle- oder Nachtspeicherheizungen durch Erneuerbare Energien-Anlagen (Wärmepumpe, Biomasse und Fernwärme, aber auch Solarthermie, Brennstoffzellen- und wasserstofffähige Heizungen) bekommen selbstnutzende Eigentümer einen Bonus in Höhe von 16 Prozent. Voraussetzung ist, dass die Alt-Heizung mindestens 20 Jahre alt ist.

Zusätzlich gibt es für den Einbau einer Heizung mit erneuerbaren Energien noch weitere attraktive Förderungen. Die maximal förderfähigen Investitionskosten für den Heizungstausch liegen bei 28.000 Euro (vorher 30.000 Euro) für eine Wohneinheit. Ein zügiger Heizungstausch kann sich also richtig lohnen. Zum einen finanziell und zum anderen für die Umwelt.

Das neue Gesetz sieht vor, dass auch wieder neue Öl- und Gasanlagen verbaut werden dürfen. Diese sind zunächst in der Anschaffung meist günstiger als Anlagen auf Basis erneuerbarer Energien, im Verbrauch aber teurer. Zudem gibt es für neue Öl- oder Gasheizungen keine Förderungen irgendeiner Art. Wir raten von dem Einbau reiner Öl- oder Gasanlagen ab, besser sind Öl– oder Gasanlagen mit Brennwerttechnik. Ab den Jahren 2028/2029 müssen Öl- und Gasheizungen biogene Brennstoffe beigemischt werden. Der Anteil an den biogenen Brennstoffen, der sogenannten Biotreppe, steigt verpflichtend von Jahr zu Jahr.

3. Ab Februar 2027 sinkt der Bonus beim Heizungstausch

Ab Februar 2027 sinken die staatlichen Förderungen schrittweise alle sechs Monate um 750 Euro.

Deshalb sollte man das Thema Heizungstausch zeitnah angehen, um noch die maximalen Förderungen zu erhalten.

Neue Heizungsförderungen

4. Einkommensboni beim Heizungstausch

Staffelung des Einkommensbonus: Der Einkommensbonus steigt für Haushalte mit einem Einkommen von unter 30.000 € von bisher 30 auf 40 Prozent. Für Haushalte mit Einkommen von 30.000 bis 40.000 € bleibt der Bonus bei 30 Prozent. Haushalte mit einem Einkommen von 40.000 bis 50.000 € können noch zehn Prozent Bonus erhalten. Familien profitieren vom Kinderzuschlag: Zusätzlich profitieren Familien von dem neuen Kinderzuschlag. Dieser reduziert das für den Bonus zugrunde gelegte Einkommen um einmalig 10.000 €. Für Haushalte mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von mehr als 50.000 € fällt der zusätzliche Einkommensbonus der staatlichen KfW weg. Sie erhalten die allgemeine Grundförderung und andere Boni, sofern die Voraussetzungen stimmen.

5. Stress und Kosten sparen durch rechtzeitige Planung

Fällt die Heizung im Winter aus, also zur Unzeit, steht man gewaltig unter Druck. Man muss sich schnell entscheiden, denn frieren möchte man nicht.

Ein weiteres Problem ist, dass Heizungsfirmen im Winter Hochsaison haben und daher oft keine kurzfristigen Termine frei haben.

Fazit: Abwarten kann einen dreifach treffen. Einerseits durch mehr Stress und höhere Energiekosten sowie weniger Förderung. Eine fachmännische Beratung ist daher ratsam.

Mit Bierther an deiner Seite sparst du dir Stress und Kosten

Häufige Fragen zum Heizungstausch

Wann sollte eine alte Heizung ausgetauscht werden?

Ein Heizungstausch kann sinnvoll sein, wenn die bestehende Heizungsanlage technisch veraltet ist, häufig repariert werden muss oder vergleichsweise viel Energie verbraucht. Das ist meistens bei ab einer Laufzeit von 15-20 Jahren der Fall. Auch eine geplante energetische Modernisierung des Gebäudes ist ein guter Anlass, die vorhandene Heizung zu überprüfen. Welche Lösung geeignet ist, sollte anhand des Gebäudes, des Wärmebedarfs und der bestehenden Heiztechnik individuell beurteilt werden.

Was kostet ein Heizungstausch?

Die Kosten für einen Heizungstausch lassen sich nicht pauschal beziffern. Sie hängen unter anderem vom gewählten Heizsystem, der benötigten Leistung und den baulichen Gegebenheiten ab. Auch notwendige Anpassungen an Heizkörpern, Rohrleitungen, Warmwasserbereitung oder Elektroinstallation beeinflussen den Aufwand. Nach einer professionellen Vor-Ort-Prüfung der vorhandenen Heizungsanlage erstellen wir ein individuelles Angebot.

Welche Heizung ist für mein Haus in Heidelberg die richtige?

Welche neue Heizung am besten zum Gebäude passt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören der Wärmebedarf, der energetische Zustand des Hauses, die vorhandenen Heizflächen und die örtlichen Gegebenheiten. Je nach Gebäude kommen beispielsweise Wärmepumpe, Fernwärme oder Biomasseheizung infrage. Eine fachgerechte Planung hilft dabei, das Heizsystem passend zum Gebäude auszulegen.

Muss ich meine alte Gas- oder Ölheizung in Heidelberg austauschen?

Eine bestehende Gas– oder Ölheizung muss nicht automatisch ausgetauscht werden, nur weil sie bereits mehrere Jahre in Betrieb ist. Ob gesetzliche Vorgaben oder Austauschpflichten greifen, hängt unter anderem von der Art und dem Alter der Heizungsanlage sowie vom Gebäude ab. Unabhängig davon kann ein Heizungstausch sinnvoll sein, wenn die Anlage ineffizient oder reparaturanfällig geworden ist oder der Wunsch vorhanden ist auf Heizsysteme mit erneuerbare Energien umzusteigen, wie einer Wärmepumpe, Fernwärme oder Biomasse.

Welche Heizsysteme kommen beim Heizungstausch infrage?

Für eine Heizungsmodernisierung stehen unterschiedliche Technologien zur Verfügung. Dazu gehören insbesondere Wärmepumpen, Fernwärme, Biomasseheizungen und weitere Lösungen auf Basis erneuerbarer Energien. Moderne Gas– oder Ölheizungen mit Brennwerttechnik sind auch möglich. Welche Variante geeignet ist, hängt vom Gebäude, dem Wärmebedarf und den örtlichen Voraussetzungen ab. Deshalb sollte die Entscheidung nicht allein anhand des bisherigen Heizsystems getroffen werden.

Ist eine Wärmepumpe auch beim Heizungstausch im Altbau möglich?

Ja, eine Wärmepumpe kann auch im Altbau eingesetzt werden. Entscheidend ist vor allem, mit welcher Vorlauftemperatur das Gebäude ausreichend beheizt werden kann. Eine Fußbodenheizung ist dabei nicht zwingend erforderlich. Auch ausreichend dimensionierte Heizkörper können für den Betrieb einer Wärmepumpe geeignet sein. Vor dem Heizungstausch sollten deshalb Wärmebedarf und vorhandene Heizflächen überprüft werden.

Müssen beim Heizungstausch auch die Heizkörper erneuert werden?

Nicht unbedingt. Ob vorhandene Heizkörper weiter genutzt werden können, hängt vom neuen Heizsystem und der erforderlichen Vorlauftemperatur ab. Besonders beim Umstieg auf eine Wärmepumpe sollte geprüft werden, ob die vorhandenen Heizkörper auch bei niedrigeren Temperaturen genügend Wärme abgeben. Häufig genügt es, nur einzelne Heizkörper auszutauschen oder zu vergrößern.

Wie lange dauert ein Heizungstausch?

Die Dauer eines Heizungstauschs hängt vom gewählten Heizsystem und vom Umfang der notwendigen Arbeiten ab. Ein einfacher Austausch kann vergleichsweise schnell durchgeführt werden, während beispielsweise zusätzliche Arbeiten an Rohrleitungen, Heizflächen, Elektrik oder Warmwasserbereitung mehr Zeit beanspruchen. Eine sorgfältige Planung im Vorfeld hilft dabei, die eigentliche Umbauphase möglichst kurz zu halten.

Wie läuft ein Heizungstausch ab?

Am Anfang steht eine Bestandsaufnahme der vorhandenen Heizungsanlage und des Gebäudes. Anschließend wird ermittelt, welches Heizsystem und welche Leistung benötigt werden. Nach der Planung und gegebenenfalls der Beantragung von Fördermitteln erfolgt der Ausbau der alten Anlage und die Installation der neuen Heizung. Abschließend wird die Anlage fachgerecht eingestellt, in Betrieb genommen und die Bedienung erläutert.

Welche Förderung gibt es für einen Heizungstausch?

Ausführliche Informationen zu Förderungen beim Heizungstausch erhalten Sie auf unserer Seite zum Thema Förderungen.

Wann ist der beste Zeitpunkt für einen Heizungstausch?

 

Der beste Zeitpunkt für den Heizungstausch ist immer der Sommer, da man zu dieser Jahreszeit die Heizung meist nicht braucht und man in Ruhe und mit durchdachter Planung die Sache angehen kann. Spätestens im nächsten Winter wird man dafür dankbar sein.

Sie möchten Ihre Heizungsanlage modernisieren? Wir beraten Sie gerne persönlich und auf Ihre Anforderungen zugeschnitten. Bei der Suche nach einer neuen Heizungsanlage gibt es eine große Auswahl bezüglich Technik und Energieform. Wir unterstützen Sie gerne bei Ihrer Entscheidung und informieren Sie über die Vorteile der verschiedenen Systeme.

Wir, die Bierther GmbH sind Ihr kompetenter Ansprechpartner für Heizungsbau in Heidelberg und Umgebung.

Eine Übersicht über die aktuellen Heizsysteme finden Sie hier.