Macht der Heizungstausch jetzt (2026) Sinn?

Ja, denn abwarten kann teuer werden

 

Am 21.07.2026 wurde aus dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG). Damit kamen wieder Änderungen beim Heizungstausch. Welche Heizung lohnt sich künftig? Soll man sie jetzt oder später tauschen? Und gibt es weiterhin staatliche Förderungen dafür? Diese Fragen stellen sich viele.

 

1. Alte Heizungen laufen oft ineffizient und benötigen mehr Energie als nötig

Öl- und Gasanlagen, die älter als 15-20 Jahre sind, laufen sehr häufig nur noch mit einem Wirkungsgrad von 70-80 Prozent. Das hört sich erstmal nicht so schlimm an, aber unterm Strich kostet das richtig viel Geld und im Laufe der Jahre summieren sich die Kosten. Denn man steckt mehr Kilowattstunden an Öl/Gas rein, als tatsächlich in den Räumen ankommt.

Ein Beispiel: Bei einem Jahresverbrauch von 18.000 kWh an Wärme zahlt man aktuell (Frühjahr 2026), je nach Heizart und eingesetzter Heiztechnik zwischen ca. 1.600 € (effiziente neue Heizung) und ca. 2.400 € (ineffiziente alte Heizung). Das ist ein Unterschied von bis zu ca. 800 € pro Jahr an Heizkosten. Bei steigenden Kosten für Brennstoffe und CO₂-Abgaben ist davon auszugehen, dass der Unterschied von Jahr zu Jahr weiter wächst. Dazu müssen noch weitere Fragen beantwortet werden, wie etwa: wie sicher sind die Gasnetze in der Zukunft? Wie teuer werden grüne Brennstoffe werden?

Ineffiziente Heizungen kosten viel Geld

2. Geschwindigkeitsbonus mitnehmen

Aktuell erhält man bei einem Heizungstausch von der KfW noch einen sogenannten Geschwindigkeitsbonus von bis zu 16 Prozent (vorher 20%), wenn man eine noch funktionierende Heizung austauscht. Die Betonung liegt dabei auf noch funktionierend. Für den Austausch bestehender Öl-, Gas-, Kohle- oder Nachtspeicherheizungen durch Erneuerbare Energien-Anlagen (Wärmepumpe, Biomasse und Fernwärme, aber auch Solarthermie, Brennstoffzellen- und wasserstofffähige Heizungen) bekommen selbstnutzende Eigentümer einen Bonus in Höhe von 16 Prozent. Voraussetzung ist, dass die Alt-Heizung mindestens 20 Jahre alt ist.

Zusätzlich gibt es für den Einbau einer Heizung mit erneuerbaren Energien noch weitere attraktive Förderungen. Die maximal förderfähigen Investitionskosten für den Heizungstausch liegen bei 28.000 Euro (vorher 30.000 Euro) für eine Wohneinheit. Ein zügiger Heizungstausch kann sich also richtig lohnen. Zum einen finanziell und zum anderen für die Umwelt.

Das neue Gesetz sieht vor, dass auch wieder neue Öl- und Gasanlagen verbaut werden dürfen. Diese sind zunächst in der Anschaffung meist günstiger als Anlagen auf Basis erneuerbarer Energien, im Verbrauch aber teurer. Zudem gibt es für neue Öl- oder Gasheizungen keine Förderungen irgendeiner Art. Wir raten von dem Einbau reiner Öl- oder Gasanlagen ab, besser sind Öl– oder Gasanlagen mit Brennwerttechnik. Ab den Jahren 2028/2029 müssen Öl- und Gasheizungen klimafeundliche Brennstoffe beigemischt werden, die nicht günstig sind. Der Anteil an den grünen Brennstoffen steigt verpflichtend von Jahr zu Jahr.

3. Ab Februar 2027 sinkt der Bonus beim Heizungstausch

Ab Februar 2027 sinken die staatlichen Förderungen schrittweise alle sechs Monate um 750 Euro.

Deshalb sollte man das Thema Heizungstausch zeitnah angehen, um noch die maximalen Förderungen zu erhalten.

Neue Heizungsförderungen

4. Einkommensboni beim Heizungstausch

Staffelung des Einkommensbonus: Der Einkommensbonus steigt für Haushalte mit einem Einkommen von unter 30.000 € von bisher 30 auf 40 Prozent. Für Haushalte mit Einkommen von 30.000 bis 40.000 € bleibt der Bonus bei 30 Prozent. Haushalte mit einem Einkommen von 40.000 bis 50.000 € können noch zehn Prozent Bonus erhalten. Familien profitieren vom Kinderzuschlag: Zusätzlich profitieren Familien von dem neuen Kinderzuschlag. Dieser reduziert das für den Bonus zugrunde gelegte Einkommen um einmalig 10.000 €. Für Haushalte mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von mehr als 50.000 € fällt der zusätzliche Einkommensbonus der staatlichen KfW weg. Sie erhalten die allgemeine Grundförderung und andere Boni, sofern die Voraussetzungen stimmen.

5. Stress und Kosten sparen durch rechtzeitige Planung

Fällt die Heizung im Winter aus, also zur Unzeit, steht man gewaltig unter Druck. Man muss sich schnell entscheiden, denn frieren möchte man nicht.

Ein weiteres Problem ist, dass Heizungsfirmen im Winter Hochsaison haben und daher oft keine kurzfristigen Termine frei haben.

Fazit: Abwarten kann einen dreifach treffen. Einerseits durch mehr Stress und höhere Energiekosten sowie weniger Förderung. Eine fachmännische Beratung ist daher ratsam.

Mit Bierther an deiner Seite sparst du dir Stress und Kosten

Wann ist der beste Zeitpunkt für einen Heizungstausch?

Der beste Zeitpunkt für den Heizungstausch ist immer der Sommer, da man zu dieser Jahreszeit die Heizung meist nicht braucht und man in Ruhe und mit durchdachter Planung die Sache angehen kann. Spätestens im nächsten Winter wird man dafür dankbar sein.

Sie möchten Ihre Heizungsanlage modernisieren? Wir beraten Sie gerne persönlich und auf Ihre Anforderungen zugeschnitten. Bei der Suche nach einer neuen Heizungsanlage gibt es eine große Auswahl bezüglich Technik und Energieform. Wir unterstützen Sie gerne bei Ihrer Entscheidung und informieren Sie über die Vorteile der verschiedenen Systeme.

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